Mathematik ungenügend

Meinen Glückwunsch Herr Dr. Rösler! Während sich andere Prominente hinstellen und mit ihren mangelhaften Kenntnissen in Mathematik kokettieren oder sogar protzen, gehen sie forscher vor. Sie tun so als hätten sie Ahnung. Sie stellen sich im ARD-Morgenmagazin vom 22. Mai hin und wollen uns doch tatsächlich erzählen, dass die Förderung der Photovoltaik gekürzt werden müsse, weil, und so ihre Begründung: sie nur drei Prozent der Stromerzeugung ausmache, aber 50 Prozent der Förderung für erneuerbare Energien erhalte.

Ich will hier nicht darauf eingehen, ob eine Kürzung sinnvoll ist, oder die Zahlen im Detail stimmen, sondern lediglich wie hanebüchen und falsch ihre Argumentation ist: die Förderung für erneuerbare Energien verteilt sich auf...

Richtig! Ausschließlich auf die erneuerbaren Energien. Die von ihnen angesprochenen drei Prozent, beziehen sich hingegen auf...

Wieder richtig! Auf die gesamte Stromerzeugung inklusive der herkömlichen Energieformen, welche gar keine Förderung erhalten. Sehen sie, ist doch gar nicht so schwer.

Ihren Vergleich mit dem bekannten der zwei Kernobstsorten gleichzusetzen täte diesem Unrecht. Mir fällt da eher einer mit 3 Tage in der Sonne gelegenen Fischköpfen im Gegensatz zu einer duftenden Rose ein.

Da ich die realen Zahlen nicht kenne, nehmen wir mal rein hypothetisch an, der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Energieerzeugung betrage sechs Prozent.

Der Anteil der Photovoltaik an dieser beträgt nun...

Wieder Richtig! Genau die Hälfte!

Und die Förderung lag bei...

Nochmal Richtig! Exakt bei der Hälfte!

Unter diesen, zugegeben hypothetischen Verhältnissen, fände also gar keine übermäßige Förderung der Photovoltaik statt! Ihr Anteil betrüge die Hälfte und sie bekäme die Hälfte der Fördermittel.

Unabhängig ob der Anteil der erneuerbaren Energien nun 6, 12 oder 18 Prozent an der gesamten Ernergieproduktion beträgt, auf jeden Fall sind aber die realen Verhältnisse weit von denen, von ihnen so plakativ angeprangerten, entfernt!

Ich hoffe mal für sie, dass sie sich in ihrer Doktorarbeit keine ähnliche Schnitzer bei der Behandlung von Statistiken geleistet haben, denn sie wissen ja, dass die Dissertationen von Politikern in letzter Zeit besondere Aufmerksamkeit erfahren...

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